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Italien

Assisi und Umgebung

Von Jens · 5. Juli 2026
Assisi und Umgebung
Assisi liegt am Westhang des Monte Subasio in Umbrien, etwa 25 Kilometer östlich von Perugia. Die Stadt zieht sich den Hang hinauf, was auf dem Rad bedeutet: Von welcher Seite man auch kommt, es geht bergauf. Die Zufahrt von Westen, von Santa Maria degli Angeli aus, ist die direkteste – etwa vier Kilometer mit konstanter Steigung, nichts Dramatisches, aber nach einem langen Tag in den Beinen spürbar.Die Stadt selbst ist kompakt. Die Hauptachse, die Via San Francesco, verbindet die beiden wichtigsten Punkte: unten die Basilika San Francesco, oben die Piazza del Comune. Dazwischen enge Gassen, Naturstein, viele Stufen. Mit dem Rad kommt man nicht weit, die Altstadt ist größtenteils Fußgängerzone.Die Basilika San Francesco besteht aus zwei übereinander gebauten Kirchen. Die untere ist dunkel, romanisch, die Fresken von Giotto und Cimabue an den Wänden. Die obere Kirche ist heller, gotischer. Beide wurden nach dem Erdbeben 1997 aufwendig restauriert. Der Bau begann 1228, zwei Jahre nach dem Tod von Franz von Assisi. Sein Grab liegt in der Krypta. Oben in der Stadt steht die Rocca Maggiore, eine Festung aus dem 14. Jahrhundert. Der Aufstieg lohnt sich wegen der Aussicht über das Valle Umbra bis nach Perugia und Spello. Bei klarer Sicht sieht man die Hügelketten bis zum Apennin. Wer mit dem Rad in der Gegend unterwegs ist: Die Straßen rund um Assisi sind gut asphaltiert, der Verkehr außerhalb der Hauptsaison überschaubar. Richtung Spello und Foligno fährt man meist flach durch die Ebene. Wer Höhenmeter sucht, nimmt die Straße hoch zum Monte Subasio – knapp 1300 Meter, oben kahl und windig, aber eine ordentliche Trainingsrunde. In der Stadt gibt es genug Bars und Restaurants, die Preise touristisch, aber nicht überzogen. Wasser lässt sich an mehreren öffentlichen Brunnen auffüllen. Unterkünfte findet man eher unten in Santa Maria degli Angeli als in der Altstadt selbst.