Der Comer See ist ein Paradies für Kultur- und Naturliebhaber
Ich bin die Westseite von Como aus nordwärts gefahren. Die Straße klebt am Ufer, mal direkt am Wasser, mal durch kurze Tunnel. Der Verkehr ist dicht, die Straße schmal, Radwege gibt es praktisch keine. Dafür kommt man an den bekannten Villen vorbei, die sich hinter Mauern und Zypressen verstecken. In Cernobbio und Tremezzo stehen die größten, manche kann man besichtigen, die meisten nicht.
Como selbst ist eine Stadt mit rund 85.000 Einwohnern. Am Seeufer die Promenade, dahinter die Altstadt mit Dom und Geschäften. Bellagio, an der Spitze der Halbinsel zwischen den beiden südlichen Armen, ist deutlich kleiner und lebt vom Tourismus. Enge Gassen, Restaurants, Souvenirläden. Wer mit dem Rad ankommt, stellt fest: Es gibt eine Fähre, die zwischen den Orten verkehrt. Praktisch, wenn man nicht den kompletten See umrunden will.
Die Uferstraßen haben ordentlich Höhenmeter. Zwischen den Orten geht es ständig rauf und runter, manchmal auch längere Anstiege ins Hinterland. Wer flach fahren will, ist hier falsch.