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Frankreich

Dole, die ehemalige Hauptstadt der Franche-Comté

Von Jens · 25. Oktober 2024 · sport, Herbst
Dole, die ehemalige Hauptstadt der Franche-Comté
Dole liegt am Doubs im Osten Frankreichs, etwa 50 Kilometer südöstlich von Dijon. Die Stadt war bis 1678 Hauptstadt der Franche-Comté, bevor Ludwig XIV. diesen Status an Besançon übertrug. Diese frühere Bedeutung sieht man der Altstadt noch an: massive Bürgerhäuser aus dem 16. und 17. Jahrhundert, enge Gassen mit Kopfsteinpflaster, eine gewisse Wehrhaftigkeit in der Architektur.

Das markanteste Gebäude ist die Stiftskirche Notre-Dame mit ihrem 75 Meter hohen Glockenturm. Der ist von fast überall in der Stadt sichtbar und diente früher auch als Wachturm. Die Kirche selbst stammt aus dem 16. Jahrhundert, gebaut im Stil der Franche-Comté-Gotik.

Louis Pasteur wurde 1822 in Dole geboren. Sein Geburtshaus am Ufer des Doubs ist heute ein Museum. Es zeigt vor allem seine frühen Jahre und die Verbindung zur Stadt, weniger die späteren wissenschaftlichen Arbeiten.

Der Doubs fließt durch das Stadtzentrum und bildet mit seinen Kanälen ein kleines Netz von Wasserwegen. Entlang der Ufer lässt sich gut laufen. Die Gegerberviertel am Wasser haben noch einige der alten Werkstätten, heute meist umgebaut zu Wohnungen.

Für Radfahrer ist Dole ein logischer Haltepunkt: Die Stadt liegt an der EuroVelo 6, die dem Doubs folgt. Die Infrastruktur ist ordentlich, es gibt Radwege entlang des Flusses in beide Richtungen. Im Zentrum selbst sind die Gassen eng und teils steil, aber kurz.