Das Barri Vell, die Altstadt, zieht sich einen Hügel hinauf. Enge Gassen, Treppen, eine Kathedrale mit dem breitesten gotischen Kirchenschiff Europas. Die Stadtmauer ist begehbar und bietet einen guten Überblick über die Dächer und die Pyrenäen-Ausläufer im Norden. Am Fluss stehen die bekannten bunten Häuserfassaden, die man von Postkarten kennt. Die Pont de Pedra verbindet Alt- und Neustadt.
Für Rennradfahrer ist Girona seit Jahren ein fester Begriff. Viele Profis leben hier, trainieren in den Hügeln Richtung Costa Brava oder fahren ins Hinterland nach Les Guilleries. Die Infrastruktur stimmt: Radläden, Mechaniker, Cafés, in denen morgens die Gruppen starten. Das Rocacorba, ein Anstieg etwa 20 Kilometer nördlich, ist so etwas wie der Hausberg – 10 Kilometer, knapp 800 Höhenmeter, Funkturm oben.
Die Straßen rund um Girona sind gut asphaltiert, der Verkehr außerhalb der Hauptstraßen überschaubar. Richtung Küste wird es hügelig, ins Landesinnere flacher. Wer länger bleibt, findet genug Varianten für mehrere Wochen. Wer nur durchkommt, sollte zumindest durch die Altstadt rollen und einen Kaffee trinken.