Le Lavandou ist eine Küstenstadt in der Region Provence-Alpes-Côte d'Azur in Südfrankreich
Die Stadt war bis ins 20. Jahrhundert ein Fischerdorf, das zur Gemeinde Bormes-les-Mimosas gehörte. 1913 wurde Le Lavandou eigenständig. Der Name kommt vermutlich vom provenzalischen Wort "lavandières" für Wäscherinnen, die hier am Fluss arbeiteten – nicht vom Lavendel, wie oft behauptet wird.
Zwölf Strände verteilen sich entlang der Küste, von breiten Sandabschnitten im Ortszentrum bis zu kleineren Buchten Richtung Cavalière und Pramousquier. Das Wasser ist klar, der Grund fällt flach ab. Am Hauptstrand reihen sich Restaurants und Cafés an der Promenade, die Seitenstraßen dahinter sind eng und schattig.
Vom Hafen fahren Fähren zu den Îles d'Hyères, auch Îles d'Or genannt. Porquerolles, Port-Cros und die Île du Levant liegen wenige Kilometer vor der Küste. Die Überfahrt nach Porquerolles dauert etwa eine Stunde.
Das Hinterland steigt schnell an. Das Massif des Maures mit seinen Korkeichen und Kastanienwäldern beginnt direkt hinter der Küstenlinie. Die Straßen werden dort kurvig und steil, für Radfahrer eine Abwechslung nach den flachen Küstenabschnitten. Die Weinberge der Appellation Côtes de Provence liegen zwischen den Hügeln, hauptsächlich Roséproduktion.
Im Sommer ist Le Lavandou voll, die Parkplätze überlastet, die Strände dicht belegt. In der Nebensaison ist es ruhiger, viele Geschäfte haben dann allerdings geschlossen.