Les Bouchoux liegt im Jura-Gebirge, einer Region, die für ihre Wälder, sanften Hügel und steilen Klippen bekannt ist.
Die Anfahrt von Süden oder Westen bedeutet ordentlich Höhenmeter. Die Straßen ziehen sich in Serpentinen durch Nadelwald, an Felswänden vorbei, mit Blicken in tief eingeschnittene Täler. Oben ist es merklich ruhiger als unten im Tal – wenig Verkehr, wenig Menschen.
Das Dorf selbst ist überschaubar. Alte Steinhäuser, enge Gassen, ein paar kleine Läden. Keine touristische Infrastruktur im großen Stil, aber das Nötige ist da. Wer hier durchkommt, kommt wegen der Landschaft oder weil eine Radroute hier durchführt.
Die Gegend ist Karstgebiet. Das bedeutet Höhlen, Dolinen, unterirdische Wasserläufe – geologisch interessant, falls man dafür Zeit hat. Die Wälder sind dicht, die Wiesen auf den Höhen offen. Im Winter liegt hier zuverlässig Schnee, was die Straßenverhältnisse entsprechend beeinflusst.
Für Radfahrer ist Les Bouchoux ein Durchgangsort auf dem Weg zu den höheren Pässen des Jura oder als Etappenziel nach einer langen Anfahrt aus dem Rhônetal. Die Straßen sind gut, der Verkehr gering. Verpflegung sollte man im Zweifel mitbringen – die Auswahl ist begrenzt.