Naturpark Narbonnaise en Méditerranée
Die Lagunen prägen das Bild des Parks. Der Étang de Bages-Sigean und der Étang de Gruissan sind flache Brackwasserseen, die durch schmale Landstreifen vom Meer getrennt sind. Hier brüten Flamingos, und in den Salinen von Gruissan wird noch heute Salz gewonnen. Die Straßen entlang der Lagunen sind flach und wenig befahren – gut zum Radfahren, wenn der Tramontane nicht zu stark bläst.
Das Massif de la Clape erhebt sich direkt hinter der Küste auf knapp 200 Meter. Der Kalksteinrücken war ursprünglich eine Insel und ist heute von Macchia und Weinbergen bedeckt. Auf dem Kamm steht die Chapelle Notre-Dame des Auzils aus dem 12. Jahrhundert. Von dort sieht man die Küste, die Lagunen und bei klarer Sicht die Pyrenäen.
Narbonne liegt am Nordrand des Parks. Die Stadt war in der Antike ein wichtiger römischer Hafen, bevor die Lagune verlandete. Heute sind vom römischen Erbe vor allem die Via Domitia und unterirdische Speicheranlagen erhalten. Die unvollendete Kathedrale Saint-Just-et-Saint-Pasteur hat einen der höchsten gotischen Chöre Frankreichs, das Langhaus wurde nie gebaut.
Gruissan ist ein ehemaliges Fischerdorf, das sich um einen Burgturm herum windet. Am Strand stehen die bekannten Pfahlbauten, die ursprünglich als Ferienhäuser dienten. Leucate weiter südlich ist vor allem bei Kitesurfern bekannt – der Wind aus den Corbières sorgt dort für konstante Bedingungen.