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Schweiz

Saint-Ursanne im Kanton Jura

Von Jens · 1. Dezember 2024 · Radtour, Reise
Saint-Ursanne im Kanton Jura
Saint-Ursanne liegt im Kanton Jura, eingeklemmt zwischen Kalkfelsen am Ufer des Doubs. Die Stadt hat etwa 500 Einwohner und einen mittelalterlichen Kern, der weitgehend erhalten geblieben ist.

Der Ort geht auf den irischen Mönch Ursicinus zurück, der sich hier im 7. Jahrhundert als Einsiedler niedergelassen haben soll. Die romanische Stiftskirche aus dem 12. Jahrhundert steht noch, darunter eine Krypta mit dem angeblichen Grab des Heiligen. Das Südportal der Kirche zeigt Skulpturen, die zu den bedeutenderen romanischen Arbeiten in der Schweiz gezählt werden.

Ich kam von Norden über die Straße aus Porrentruy. Die Einfahrt ins Tal ist steil, man verliert auf wenigen Kilometern gut 200 Höhenmeter. Unten dann die alte Steinbrücke über den Doubs, drei Stadttore aus dem Mittelalter und Gassen, die für Autos zu eng sind. Die Häuser haben Fassaden aus dem 15. bis 18. Jahrhundert, manche mit Erkern und Wappen.

Der Doubs fließt hier langsam und breit. Am Ufer gibt es einen Weg, der flussaufwärts nach Frankreich führt. Die Grenze ist nur wenige Kilometer entfernt. Wer Zeit hat, kann hier ein Kanu mieten oder einfach am Wasser sitzen.

Die Umgebung besteht aus Jurakalk, bewaldet, mit Schluchten und Höhlen. Wanderwege führen auf die Höhen oberhalb der Stadt. Von dort sieht man das Tal und die Flussschleifen.

Saint-Ursanne ist klein genug, um in einer Stunde durchgelaufen zu werden. Es gibt ein paar Restaurants, ein Hotel, eine Bäckerei. Für Radfahrer ist der Ort ein logischer Haltepunkt auf der Route durchs Doubs-Tal oder als Abstecher von der Hauptstraße zwischen Basel und Biel.